11. FernsehKrimi-Festival 2015


Der Gewinner des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2015 ist die Produktion „Polizeiruf 110 – Familiensache“. Einstimmig entschied sich sowohl die Hauptjury des Deutschen FernsehKrimi-Festivals 2015 als auch die Publikumsjury für die Produktion des NDR.

Die Jury begründete ihre Entscheidung folgendermaßen: „Regisseur und Drehbuchautor Eoin Moore ist das Meisterstück gelungen, uns mit der Geschichte über einen erweiterten Suizid bis ins Mark zu erschüttern. Die Rolle des narzisstisch gestörten Familienvaters zeigt eine innere Zerrissenheit, die ein herausragender Andreas Schmidt beklemmend darstellt. Parallel wird die Familientragödie der gescheiterten Ehe des von Charly Hübner gespielten Ermittlers Bukow erzählt. Beide Handlungsstränge sind virtuos miteinander verflochten – eine grandiose Spiegelung. Ein höchst berührender Film, verstörend wie ein Alptraum, der dennoch nicht auf Humor verzichtet.“

Auch die fünf Wiesbadener Bürgerinnen und Bürger der Publikumsjury zeichneten „Polizeiruf 110 – Familiensache“ aus: „Der von uns gewählte Film ist ungemein spannend, obwohl der Täter schon zu Beginn feststeht. Es gilt, Menschenleben zu retten. Und hier haben uns die gute, solide Polizeiarbeit und die authentische schauspielerische Umsetzung überzeugt. Die Parallelität der Lage von Ermittler und Täter stellt die Frage nach dem Umgang mit persönlichen Tiefschlägen. Das bedrückende Thema des Films ging uns ans Herz und verschlägt uns immer noch den Atem.“

Für seine Darstellung des Kommissars Faber in der WDR-Produktion „Tatort – Hydra“ zeichnete die Jury den Schauspieler Jörg Hartmann mit einem Preis für eine herausragende Einzelleistung aus. Den Preis für eine weitere herausragende Einzelleistung erhielt das Drehbuch von Jürgen Werner für die Produktion „Tatort – Hydra“.