Festivalauftakt – Verbrechen

Samstag, 2. März, 20 Uhr, Caligari FilmBühne

Als Einstimmung auf die Festivaltage zeigen wir als Wiesbadener Premiere zwei Folgen der neuen und ungewöhnlich inszenierten Mini-Serie VERBRECHEN, die Verfilmung von Geschichten aus dem gleichnamigen Buch von Ferdinand von Schirach, die auf realen Fällen des Berliner Strafverteidigers basieren. Die insgesamt 6 Folgen der Serie laufen ab April im ZDF. Josef Bierbichler als Anwald Friedrich Leonhardt ist in allen Folgen die Hauptfigur. Der Zuschauer folgt seiner Perspektive als Strafverteidiger, dessen Interesse es ist, die Taten so zu gewichten, dass die Strafe für seinen jeweiligen Mandanten möglichst gering ausfällt. Ferdinand von Schirach gewährt in gewohnt lakonischer Weise einen Blick in eine andere Welt – die des Verbrechens.

Im Anschluss: Publikumsgespräch mit den Regisseuren Hannu Salonen und Jobst Christian Oetzmann (angefragt) und dem ZDF-Redakteur Günther van Endert. Moderation: Ulrich Sonnenschein (epd Film) 

VERBRECHEN – FÄHNER

Verbrechen - Fähner

Deutschland 2012, 45 Min., FSK: ab 16
Regie: Hannu Salonen
Buch: André Georgi
Kamera: Hanno Lentz
Schnitt: Julia Oehring
Mit: Josef Bierbichler, Edgar Selge, Annette Paulmann, Fabian Busch, Britta Hammelstein

Die Geschichte einer verunglückten Ehe in Süddeutschland. Ein gutmütiger Arzt heiratet eine Frau, die ihn überfordert und im Laufe der Jahre regelrecht terrorisiert. Es folgen Demütigungen, Feindseligkeiten und Gewalt. Der Arzt „flieht“ täglich in seinen Garten, bis er es nicht mehr aushält und seine Frau mit der Axt erschlägt. Anschließend stellt er sich umgehend der Polizei mit den Worten: „Ich hab‘ Ingrid kleingemacht.“

VERBRECHEN – DER IGEL

Verbrechen - Der Igel

Deutschland 2012, 45 Min., FSK: ab 12
Regie& Buch: Jobst Christian Oetzmann
Kamera: Hanno Lentz
Schnitt: Simone Sugg-Hofmann
Mit: Josef Bierbichler, Karim Chérif, Hassan Chahrour, Conrad F. Geier

Ein Libanese wird wegen bewaffneten Raubüberfalls angeklagt und im Zuge einer Gegenüberstellung mit dem geschädigten Juwelier zweifelsfrei identifiziert. Zudem hat er ein Vorstrafenregister, dessen Verlesung alleine eine halbe Stunde dauern würde. Daher wird bei der Gerichtsverhandlung nichts anderes als ein Schuldspruch und eine anschließende lange Haftstrafe erwartet – bis der jüngste Bruder des Angeklagten in den Zeugenstand gerufen wird. Er ist der einzige der insgesamt neun Brüder ohne Vorstrafen und wirkt leicht geistig behindert. Darum stellt auch niemand seine Aussage in Frage – bis die Ereignisse eine überraschende Wendung nehmen.